auf ein Tattoo mit:

Philipp Koch, Kreativtalent aus Semester 61

Er hat gerade das erste Semester erfolgreich hinter sich gebracht. Wie er die Zukunft sieht und was er für Tipps zum Thema Kreativität für uns hat, lest ihr hier...

Interview: Ilko Höpping

1. Du bist sehr vielseitig kreativ. Was machst du alles und was bereitet dir am meisten Spaß?

Neben den vielen kreativen Aufgaben, welche wir in der Uni bekommen, mache ich gerne privat einzelne Fotoshootings, um meine Ideen umzusetzen. Zusätzlich zu dem arbeite ich noch als Tätowierer, was ebenfalls ein hohes Maß an Kreativität bedarf. Dafür entwerfe und zeichne ich oft Vorlagen und setze sie dann auf der Haut um. Dank der Uni und den Fähigkeiten, die man hier erlernt, verbessern sich auch meine Tattoo-Möglichkeiten und Fähigkeiten. 

2. Ein Semester hast du jetzt hinter dir. Was erwartest du von den restlichen sechs?

Ich erwarte viele spannende und aufregende große Projekte. Durch den engen und persönlichen Kontakt zu den andern Semestern, hat man einen guten Einblick was alles kommt. Dort sieht man schnell das die Projekte umfangreicher und arbeitsintensiver werden, aber zu gleich unglaublich spannend sind und viel Spaß bringen können. Besonders freu ich mich jetzt schon auf den Werbespot Dreh im 4 Semester. 

3. Der Beruf des Designers ist ja sehr vielseitig. Hast du jetzt schon eine Vorstellung, was du nach dem Studium machen möchtest?

Privat weiss ich, dass ich nach meinem Studium eine Weltreise antreten möchte, um die Schönheit dieses Planeten zu entdecken und als kreativen Input zu nutzen. In dieser Zeit möchte ich als Gast Tätowierer arbeiten oder als Freelancer im Design Bereich. In den Semesterferien versuche ich bereits so viel zu reisen wie möglich. Beruflich sehe ich mich persönlich weniger in einer Agentur. Davon kann mich aber ein Praktikum welches ich in einer Agentur machen möchte noch anders überzeugen. Ich sehe mich eher im Fotografie Bereich oder im Bereich Licht- und Show Design. Dort inspiriert mich die Designerin Es Delevin sehr. Ebenfalls könnte ich mir gut vorstellen als Lehrer an Berufsschulen oder hier an der Akademie zu arbeiten. Aber genau das ist das Tolle am Kommunikationsdesign Studium, das man die Grundlage für so unglaublich viele Bereiche bekommt und sich wirklich vollkommen frei entfalten kann.  Ich kann jedem die Serie Abstrakt auf Netflix empfehlen, um zu sehen was alles im Bereich Design möglich ist. 

4. Wovon lässt du dich für deine Kreativität inspirieren? Hast du da Tipps für uns alle?

Die meinst Inspiration kommt aus dem Leben. Man muss aktiv unterwegs sein und raus gehen und das Leben genießen. Dann wird man von Kreativen Input überschüttet. Am Schreibtisch sitzen und darauf warten, dass einem was kreatives einfällt funktioniert nicht. Zumindest nicht bei mir. Ich besuche viele Galerien, Museen oder Ausstellungen. Aber auch das Theater oder Filme inspirieren mich oft. Ich weis gar nicht, wie oft ich beim Netflix schauen eine Idee für ein Shooting oder Tattoo hatte. Auch die ganze Straßen-Kunst um uns herum ist sehr inspirierend. Ebenfalls ist es gut, bei Instagram oder Pinterest die Arbeiten anderer Künstler oder Designer, in meinem Fall oft Tätowierer zu verfolgen und sich davon anregen zu lassen. Mein größter Tipp ist es, mit offenen Augen draußen rum laufen und sich von überall kreativen Input zu holen und ein Notizbuch im Handy oder in der Tasche, um alle Ideen aufzuschreiben. Denn sie sind oft genauso schnell weg, wie sie kommen.  

5. Analog oder Digital? Woran hängt dein Herz und warum?

Beides ist für mich gleich wichtig. Das eine kann für mich das andere einfach nicht ersetzen. Ich mag den Charakter, den einen analoge Zeichnung hat. Es wirkt persönlicher und oft beeindruckender. Doch die Möglichkeiten, die uns die digitale Welt gibt, ermöglicht uns auch unglaublich tolle Sachen zu entwerfen, die analog so oder nur extrem schwer umzusetzen wären. So kann ich sagen, dass in meinem Herzen genug Platz für beides ist und ich beides gleich viel respektiere und schätze.