auf eine Scheibe Electro mit:

Dana Wehlert, Giga-Talent aus Semester 58

Dana konnte ein Praktikum ergattern in Deutschlands feinster Design Agentur: Korefe, in der Speicherstadt. Zurück aus dem Praktikum haben wir sie interviewt und bekommen wieder viel interessante Tipps:

Interview: Ilko Höpping, Foto: Eduard Bayer

1. Wir haben dich damals, als du im ersten Semester warst schonmal interviewt. Wie würdest du selbst sagen, hast du dich jetzt nach zwei Jahren durch das Studium verändert?

Am Anfang des Studiums hatte ich wahnsinnig Angst davor, irgendwann alles an Kreativität ausgeschöpft zu haben und an einen Punkt zu kommen, an dem nichts mehr geht. Dabei passiert das Gegenteil: Je höher das Semester, desto klarer wird mir, dass die Grenzen der kreativen Möglichkeiten niemals begrenzt sein können, außer man selbst steht sich im Weg und probiert einfach niemals etwas Neues aus. 

Klar gibt’s manchmal Momente, in welchen ich denke, du hast keine Ideen und alles, was du denkst ist irgendwie nicht das, was irgendwer sehen möchte, aber auch diese Momente gehen mehr oder weniger vorüber. Meine starke Selbstkritik werde ich wohl nicht mehr ablegen können. 

 

2. Du hattest jetzt die tolle Gelegenheit in einer der besten Designagenturen ein Praktikum zu machen. Wie hat es dir bei Korefe gefallen und was hast du dort alles gestaltet?

Die Korefe als erste Agentur, in welcher ich ein Praktikum machen durfte, hat auf jeden Fall meine Erwartungen an die kommenden Agenturen an eine ziemlich hohe Messlatte gehängt. Sowohl vom Arbeitsklima als auch vom Arbeitsalltag. Von den Aufgaben und Kunden bin ich recht flexibel gehoppt und hab somit einiges mitnehmen können. Skribbles habe ich gefertigt, Moodboards erstellt, Bilder gesucht, mich mit Illustrator vergnügt, in Photoshop Kompositionen gebaut, Bilder bearbeitet, Layouts erstellt und sehr viel Ritter Sport gegessen :)

 

3. Wie sind deine weiteren Pläne im Hinblick auf Praktika bis zum Ende des Studiums?

Ein Praktikum würde ich immer wieder machen, ohne dabei fokussiert darauf zu sein, ob es eine große oder kleine, eine Design- oder Werbeagentur ist. Zum Glück haben wir die Zeit und die Möglichkeiten, Verschiedenes auszuprobieren und alles mitzunehmen, was uns begegnet.

 

4. Du gehst immer mit sehr viel Geist und Kreativität an deine Aufgaben heran. Wer sind deine Vorbilder, woran orientierst du dich?

Die meisten Ideen entstehen und vertiefen sich durch Gespräche mit Personen in meinem Umfeld. Ich erzähle häufig von dem, was in meinem Kopf ist, oder zeige angefangene Entwürfe und frage nach Meinungen. Mit Tunnelblick alles allein schaffen wird niemals optimaler sein, als Gedanken und Ideen miteinander zu teilen.

Wenn ich Inspiration für gestalterische Aspekte suche, dann schaue ich häufig, was bei Agenturen oder Designstudios so geht, oder bei z.B. Alessandro Michele, Alex Merry Art, Ignasi Monreal, Tim Walker, Elizaveta Porodina, Christian Barthold, Klawe Rzeczy, Obsucre Design, Jonathan Quintin. 

Musik finde ich auch super wichtig, um konzentriert und fokussiert zu arbeiten, am besten geht das mit Electro, vorzugsweise sehr laut oder mit Kopfhörern :D

 

5. Es dauert nicht mehr lange und dann bist du schon fertig mit dem Studium. Hast du schon eine Idee, was danach passieren soll?

Ich möchte Erfahrungen sammeln, wachsen, viel, viel lernen, und mit Überzeugung sagen können, wo ich bin, bin ich gerne und was ich mache, bringt mir Freude.