Christoph Zettel-Schmidt

Dozent für Packaging Design, Art Direction, Grafik Design

Unser Experte für Gestaltung, in allen Medien zu hause und mit ganz viel Leidenschaft ausgestattet.

Interview: Ilko Höpping

Du bist ein sehr leidenschaftlicher Designer. Was meinst du, ist die beste Strategie um den jungen Studenten diese Leidenschaft nahe zu bringen?

Spaß – ich kann nur gut sein, wenn mir mein Job Spaß bringt.Zum Glück ist unser Beruf vielseitig und bietet jede Menge Möglichkeiten sich auszutoben. Im Studium hat jeder die Chance die komplexen Prozesse des Jobs kennen zu lernen. Diesen Praxisalltag möchte ich den Studenten vermitteln und dabei mit Ihnen gemeinsam herausfinden, wo für jeden Einzelnen der meiste Spaß liegt.

 

Wie viele aus deiner Generation bist du ja mit den analogen und digitalen Medien groß geworden. Wo siehst du die Vorteile bzw. Nachteile des digitalen und was sollte ein moderner Designer alles können?

Ich mag die Schnelllebigkeit der digitalen Medien. Ich kann aktuell auf Ereignisse reagieren und schnell publizieren. Dadurch ergeben sich völlig neue Themenfelder, die ich in meine Kampagnen mit einfließen lassen kann. An den analogen Medien mag ich die Beständigkeit und die Wertigkeit. Wenn Du dein fertiges Druckwerk in den Händen hältst ist das schon ein tolles Gefühl. Als Student sollte man die Chance nutzen sich mit beiden Welten vertraut zu machen auch wenn man sich als Designer später spezialisiert. Als ArtDirector muss man ja auch nicht alles selber können, aber man muss wissen, was man von seinem Team erwarten kann.

 

Wenn du zurück denkst an das Ende deiner Schulzeit, wie kam es damals dazu, dass du ein Kommunikationsdesign Studium begonnen hast?

Meine besten Ergebnisse im Fachbereich Mathematik waren die Kritzeleien auf meinen Ordnern und so führte eine desaströse Mathenote und der Drang alles zu visualisieren dazu dass ich die Schule geschmissen habe und mir einen Job in einer Werbeagentur gesucht habe. Ab da wusste ich, dass ich Kommunikationsdesigner werden will.

 

Du kennst die Hamburger Akademie ja nun schon viele Jahre. Wie siehst du unsere Entwicklung?

Genau wie das Arbeitsleben des Designers hat sich auch die Hamburger Akademie ständig weiter entwickelt und verändert. Neben Grafiktabletts findet man hier immer noch Tusche und Ziehfeder auf den Schreibtischen und genau diese Bandbreite bietet die beste Möglichkeit seine persönlichen Stärken zu finden und zu entwickeln.

 

Du fängst nicht so ganz neu als Dozent bei uns an, da du früher auch schon für Workshops bei uns warst. Worauf freust du dich am meisten, wenn du jetzt so richtig mit dabei bist?

Ich freue mich darauf mehr Zeit für die Studenten zu haben und auch mal eine lohnenswerte Extrarunde im Brainstorming zu drehen. Das war bei den Workshops aufgrund der knappen Zeit oftmals nicht möglich.