Christoph Lindemann

Dozent für Film & TV-Spots, Storytelling, Regie & Produktion

Ein leidenschaftlicher Filme-Macher, der bei den Studenten die Begeisterung für's bewegte Bild entfacht.

Interview: Petra Horlitz, Fotos:  Mandy Bartsch 

1. Du hast an der Hamburger Akademie studiert und bist nun Filmprofi. Wie kam das?

Schon während meines Studiums an der Hamburger Akademie konnte ich mich am meisten für Bewegtbild begeistern.  Als es dann an die Aufgabe ging einen TV-Spot zu entwicklen, war meine Gruppe die einzige die einen richtigen Spot gedreht hat - das eigentliche Briefing war damals noch mehr auf 2D Animation ausgerichtet. Für mich war schnell klar, dass der spannendste Bereich in Werbung und Kommunikation für mich definitiv Film ist. Daher habe ich nach Ende des Studiums alle Energie in diesen Bereich gesteckt um so mein Know-How entscheidend zu verbessern.

Ich habe als Freelancer für Webdesign und Grafik gearbeitet und den Gewinn immer direkt in Filmequipment investiert. 2009 habe ich dann am European Film College ein Studium in Film Foundation Studies absolviert und dort von den Größten der Filmbranche gelernt. Zu meinen Dozenten dort zählten unter anderen Wim Wenders, Thomas Vinterberg und Jan Harlan (Stanley Kubricks Produzent). Als ich dann zurück nach Deutschland kam war eigentlich alles klar: Webdesign und Grafik gehören der Vergangenheit an - mein Fokus wird nun nur noch auf Filmproduktion liegen.

2. Du hast eine eigene Produktionsfirma. Sind Eure Kunden eher aus dem Mittelstand oder arbeitet Ihr für die großen Werbeagenturen?

Bei Hausmarke.TV versuchen wir eine schlanke Filmproduktion zu sein die mit kompletter Rundumbetreuung auch kleine und mittlere Unternehmen anspricht, für die sonst Film sonst einfach noch viel zu teuer wäre. Im Laufe der Zeit haben wir aber auch gute Kontakte zu Agenturen aufgebaut und werden mittlerweile viel auch direkt über diese beauftragt. 

Am meisten Spaß bringt es natürlich wenn man schon bei der Entwicklung der Idee mit involviert werden kann. Manchmal dauert es etwas bis die Agenturen uns das zutrauen und uns nicht als reine technische Umsetzung betrachten, aber bisher haben wir alle von unseren Qualitäten überzeugen können.

3. Ab Oktober bist Du an der Hamburger Akademie Dozent. Wie ist es für Dich „nach Hause“ zu kommen?

Ich freue mich sehr, vor allem da mein Jahrgangskollege Tim Willi Hansen zeitgleich auch als Dozent beginnt. Traurig ist natürlich, dass Witolt genau zu meiner Rückkehr in den Ruhestand geht. Das Akademie-Feeling von damals wird ohne ihn nicht so richtig aufkommen. Aber in den Räumen habe ich mich bei meinem letzten Besuch tatsächlich sofort wieder wie zuhause gefühlt.

 4. Gibt es ein Produkt, für das Du immer schon mal einen Spot drehen wolltest?

Als absoluter Apple-Jünger beobachte ich natürlich immer interessiert was rund um iPhone & Co. an Media entwickelt wird, auch wenn ich dort den revolutionäre Charakter einer „Think different“ oder iPod Silhouetten Kampagne in den letzten Jahren vermisse. Wenn Apple also irgendwann auf die Idee kommen sollte grosse Spots mit einer Lüneburger Filmproduktion umsetzen zu wollen, da sage ich nicht nein!

 5. Doku oder Spot? Wo schlägt Dein Herz höher?

Die Kombination der beiden Elemente werblicher Spotideen und journalistischer Dokumentation ist genau das Produkt das wir als unseren USP herausgearbeitet habe. Es begeistert mich am meisten wenn man es schafft eine clevere Idee möglichst authentisch und interessant umzusetzen. Überstilisierte Spots ohne Botschaft gibt es genug, aber das Echte und Greifbare vermisst man dort häufig. 

Wer noch mehr über Christoph wissen möchte, schaut hier:

www.hausmarke.tv oder www.facebook.com/hausmarketv