Nach langer Zurückhaltung hat sich die Hamburger Akademie
für Kommunikationsdesign und Art Direction im Juni 2005
nun doch staatlich anerkennen lassen, da offensichtlich immer
noch die längst überholte – nicht nur erst nach dem katastrophalen
Ergebnis der Pisa- und OECD-Tests – öffentliche Ansicht nicht
auszurotten ist, ein staatliches Gütesiegel würde im Berufsleben
irgendwas bewirken.
Ein Staat, dessen eigene Bildungspolitik nicht funktioniert und
deren Resultate weit unter dem internationalen Durchschnitt liegen,
kann einer der Konkurrenz ausgesetzten privaten Initiative bornierter
Weise kein Qualitätsprädikat ausstellen; so die Meinung
der Hamburger Akademie.
Nach über 20 Jahren Erfahrung vertritt die Hamburger Akademie die Auffassung, dass im Gegenteil private Ausbildung eine Herausforderung
für das unbewegliche staatliche Bildungssystem sein sollte.
Liegt es an dem althergebrachten, sehr deutschen Obrigkeitsglauben,
so fragt sich der Sprecher der Hamburger Akademie, Ingo Mojen,
dass dem Staatdie seit langem verlorengegangene Kompetenz in
Sachen Bildung trotz allem immer noch geglaubt wird? Die Hamburger Akademie misst ihren Erfolg nach dem ihrer Absolventen auf dem Arbeitsmarkt und ist mit dem von ihr ungeliebten
"staatlichen Gütesiegel" lediglich dem öffentlichen Anliegen
nachgekommen.
Am 10. Juni 2005 wurde die Anerkennung vom Hamburger Senat
verliehen. Die Akademie wurde als Akademie anerkannt,
und auch die Ausbildung zum Kommunikationsdesigner und
Art Director als gleichwertig mit der staatlichen Ausbildung.