auf einen Kaffee mit

Christian Doering, Creative Director/Head of Design, KOREFE. Kolle Rebbe Form und Entwicklung

Christian Doering: Designhero, Ehemaliger, Gastdozent. 3 Argumente, um ihm endlich 5 sehr wichtige Fragen zu stellen.

Interview: Petra Horlitz, Photography: Katharina Ullrich (allezhopp), Illustration: Maison Blessing

1. Christian, Du bist Kreativ Direktor bei Korefe. Ein Traumjob für viele unserer Studenten. Angefangen hat alles an der Hamburger Akademie. Wie bist Du dahin gekommen, wo Du jetzt bist? 

Aktuell arbeite ich als Creative Director/Head of Design bei KOREFE. Kolle Rebbe Form und Entwicklung, dem Design Studio von Kolle Rebbe in Hamburg. Nach dem Studium an der Hamburger Akademie für Kommunikationsdesign & Art Direction habe ich bei Scholz & Friends in Hamburg als Head of Design mit Sascha Dettweiler die Design Unit geleitet.

Neben meiner Tätigkeit in der KOREFE betreibe ich das Design Projekt Maison Blessing, bei dem ich unterschiedliche Design Projekte für internationale und nationale Labels und Institutionen mache. Unter anderem sind dort Design Kollektionen wie zum Beispiel für BPitch Control und Artist Ellen Allien, Dial & Laid Records, dem Art Magazin Texte zur Kunst, Smallville Records Paris oder der Mathew Galerie in New York entstanden.

Ich bin Mitglied im Art Directors Club (Fachbereich Design & Editorial) und im Deutschen Designer Club (DDC) und in internationalen Juries wie zum Beispiel den New York Festivals und dem European Product Design Award in Brüssel.

Demnächst präsentiere ich eine Vinyl spezifische Kollektion bei Smallville Records in Paris.

2. Du bist schon so lange dabei und hast immer wieder neue total überraschende Ideen. Wie machst Du das?

Meine Philosophie ist “Design is about having a fantasy” und ich arbeite an den Schnittstellen zwischen Design, Kunst und Musik. Das ist die beste Inspiration!

3. Schon bald ist es wieder soweit: ADC! Du bist selbst Jurymitglied, für Dich geht es also bald wieder in die heiße Phase. Was passiert da so hinter den Kulissen?

Die Juryarbeit im Fachbereich beim ADC macht jedes Jahr großen Spaß. Es geht darum, die besten eingereichten Arbeiten nach den ADC Kriterien auszuwählen. Am ersten Jurytag wird eine Shortlist in den unterschiedlichen Kategorien erstellt und am zweiten Jurytag geht es um die Vergabe der begehrten Nägel in Gold, Silber und Bronze. Die Jurymitglieder müssen sich jedes Jahr neu für eine ADC Jurykategorie bewerben. Als ADC Mitglied ist man nicht automatisch in einer Jury vertreten.

Der Austausch mit den Jury Mitgliedern macht sehr viel Spaß. Es wird intensiv diskutiert. Besonders interessant sind die Design Projekte beim Junior ADC. Die Qualität und die Ideen sind sehr gut. Die Teilnahme am Junior ADC ist für angehende Designer sehr empfehlenswert.

4.  Nach Deinem letzten Vortrag bei uns hieß es überall: ich will dahin, wo Christian ist! Was rätst Du den Studenten, damit dieser Traum wahr wird?

Es ist wichtig, dass man als Designer interdisziplinär arbeitet und sich dadurch Wissen aneignet. Man darf den Spaß und die Leidenschaft nicht verlieren und wie gesagt keine Angst vor Veränderung haben, gerade jetzt wo die Gesellschaft vor dem Beginn in das digitale Zeitalter steht. Es wird sich alles verändern und es gibt dabei viel zu tun. Langeweile kommt dort nicht auf.

5. Nach der Arbeit direkt nach Hause aufs Sofa und Netflix an oder doch noch anderweitig kreativ werden? Was trifft auf Dich zu?

Design ist für mich Passion und weniger ein klassischer 9-to-5-Job. Karl Lagerfeld sagt immer „Veränderung ist die gesündeste Art zu überleben“. Monotonie lähmt und kann depressiv sein. Ich spiele regelmäßig als DJ in Clubs für elektronische Tanzmusik z. B. im Golden Pudel Club, im PAL oder im Robert Johnson in Offenbach. Dort trifft man sehr interessante Menschen. 

Aktuell arbeite ich mit Lennard Niemann an dem Erscheinungsbild für den PAL Club in Hamburg. (pal-tv.de), an einem neuen Plattenlabel mit Marc Schneider und an dem neuen Cover Artwork für Ellen Allien auf dem Techno Label BPitch Control. 

In der KOREFE habe ich gerade ein Design Projekt mit der Modedesignerin Ayzit Bostan für den Kunden Hälssen & Lyon realisiert. “The Teabag Collection” Das Projekt wurde in diesem Jahr im Vogue Salon anlässlich der Berliner Fashion Week präsentiert. 

Außerdem entwickle ich gerade ein Product Design Konzept für eine neue Premium Kosmetik Marke.

Danke Christian, für Deine Antworten, die tief blicken lassen. Schläfst Du auch? Für mich hörte sich das nach Aufgaben für 2 Designerleben an! Ich denke nach diesem Interview wirst Du Dich vor Bewerbungen nicht mehr retten können. Wir freuen uns schon auf Deinen nächsten Liveauftritt von Dir bei uns. Wir sehen uns beim ADC!

Speicherstadt Hamburg Design Studio KOREFE

Design Studio KOREFE

Design Studio KOREFE

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Design Studio KOREFE

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