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Anna-Maria MP Muro Pita, Chaos im Kopf, strukturiert auf's Papier gebracht, Semester 58

„Wir sind aber keine Malschule!“ haben wir vor einem Jahr zu Anna-Maria gesagt, als sie sich bei uns für ein Stipendium bewarb. In Ihrer Mappe hatte sie einige sehr beeindruckende Illustrationen, außerdem ist uns ihre große Begeisterung fürs Tiefsinnige aufgefallen. Nun ist sie schon im 2. Semester und begeistert uns alle mit ihren teilweise sehr verrückten Arbeiten und das nicht nur im Illustrationsunterricht.

 

Interview: Petra Horlitz // Bilder: Anna-Maria Muro Pita

 

1. Anna-Maria, Du hast Dich bei uns vor einem Jahr für ein Stipendium beworben. Hat geklappt, wie man sieht! Damals war Dein klarer Schwerpunkt Illustration. Wie sieht es heute aus?


Illustration begeistert mich nach wie vor sehr, wenn nicht sogar noch mehr als zuvor.Doch auch die anderen Fächer gefallen mir mehr und mehr. Typografie finde ich zum Beispiel sehr interessant und auch die Produktentwicklung und dabei besonders der gestalterische Aspekt macht mir Spaß. Fotografie interessiert mich auch sehr und ich lerne nach und nach, worauf man beim Fotografieren mit einer richtigen Kamera alles achten muss. Vorher habe ich Fotos nur mit dem iPhone gemacht, daher ist das eine ganz neue, interessante Welt für mich. Jedes Fach schafft es, mir viele neue Ideen in meinen Kopf zu bringen und über meine eigenen kreativen Grenzen hinauszukommen. So hat mich zum Beispiel Erics Aufgabe Ideen zu einer Imagekampagne zu scribblen zu vielen ganz neuen Denkansätzen gebracht. Ich würde also sagen, dass mein Schwerpunkt nach wie vor auf Illustration liegt, sich dies jedoch sehr gut mit den anderen Fächern kombinieren lässt, da wir nun zum Beispiel auch lernen, dass Illustration auch mehr ist, als nur analoges Arbeiten auf Papier.

 

2. Ich bin mittlerweile ein riesen Fan von Deinen Illustrationen. Ist Deine Dozentin, Katharina Gschwendner auch zufrieden? ;-)))


Katharina gibt mir schon das Gefühl, dass sie ganz zufrieden ist mit meinen Arbeiten. Sie ermutigt mich, mehr daraus zu machen und treibt mich mit konstruktiver Kritik voran und hilft mir dabei, besser zu werden.Ich finde es großartig, dass wir eine renommierte Illustratorin als Dozentin haben.Sie hilft mir, mit mehr Selbstvertrauen an meine Illustrationen heranzugehen wodurch auch mal ein paar Experimente entstehen. 

 

3. Du hast total viele echt verrückte Ideen. Woher kommen die?

Oh ich würde sagen, dass in meinem Kopf ein buntes Chaos herrscht, dass ich durch meine Kunst und die kreativen Aufgaben der Akademie zu Papier bringen und somit etwas ordnen kann. Herr Erndts Kreativtraining ist auch sehr nützlich um auf neue Ideen zu kommen.

 

4. Mittlerweile bist Du fit in der Creative Suite. Nutzt Du Dein neues Tool schon für Deine Illustrationen oder bleibst Du beim „Handwerk“?


Ich lerne nun immer mehr Möglichkeiten kennen, meine Illustrationen digital zu verändern und auch nur am PC Illustrationen zu erstellen und es macht mir mittlerweile wirklich Spaß. Das hätte ich vor ein paar Monaten noch nicht gedacht, da ich ja doch immer eher der analoge Mensch war.Ich glaube ich bleibe auch weiterhin dem Papier treu aber erweitere meine Illustrationen und allgemeinen Arbeiten aber gerne digital.Zur Zeit zum Beispiel, arbeite ich durch eine Aufgabenstellung von Katharina an einer Trump-Serie. Ich habe eine Zeichnung analog angefertigt und die Aufgabe ist, diese dann mit Photoshop zu verändern. Ich plane 50 dieser Veränderungen zu machen, bin grad bei ca. 27, und möchte es dann 50 Shades of Orange nennen :DDurch solche Aufgabenstellungen wird man langsam wirklich fit mit der Creative Cloud.Ich muss und möchte da aber noch einiges lernen.

 

5. Entweder - oder: denken oder machen?


Machen! Wobei das unaufhörliche Denken natürlich dazu gehört.Da hilft es, immer ein kleines Skizzenbuch parat zu haben. Manchmal wache ich Nachts mit Ideen auf und tippe sie dann schnell in mein Handy ein. Wäre ja schade, wenn man das wieder vergisst.


Danke Anna-Maria, für diesen kleinen Einblick in Deine Arbeitsweise.

Wir freuen uns schon auf Deine nächsten Ideen. Bestimmt will da noch viel raus, aus Deinem Kopf ;-))